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Berufsvormund

Die Bestellung eines Vormundes erfolgt für Minderjährige häufig in einer sehr belastenden Lebenssituation: Die Eltern sind verstorben, an der Ausübung der elterlichen Sorge verhindert oder ihnen ist diese gerichtlich entzogen worden. Hier kann das Gericht einen Vormund bestellen, der Aufgaben und Pflichten der elterlichen Sorge übernimmt – immer individuell im Interesse des Kindes.

Das ist mir wichtig

Als Vormund bin ich ausschließlich dem Wohl des Kindes verpflichtet. Deswegen ist es mir besonders wichtig, die Wünsche, Ideen und Vorstellungen des Kindes genau kennenzulernen. Zuhören und Reden sehe ich daher als eine meiner wesentlichen Aufgaben, um die Kinder und Jugendlichen bei den Entscheidungen zu beteiligen. Welche Bedürfnisse hat das Kind? Wie sind seine Zukunftsvorstellungen? Welche Förderung wird benötigt? Auf diese Weise entsteht eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem unter Vormundschaft stehenden Kind und mir. Durch meine Unabhängigkeit als Berufsvormund kann ich unbelastet und konfliktfrei mit dem Mündel und allen Beteiligten agieren.

Das ist meine Aufgabe

  • Altersgerechte Gespräche/Kontakte mit dem Mündel
  • Persönliche Sorge für das Mündel
  • Gerichtliche und außergerichtliche Vertretung des Kindes
  • Beteiligung am Hilfeplanverfahren
  • Verwaltung des Vermögens im Interesse des Kindes
  • Nachvollziehbarer Nachweis über Vermögensverwaltung
  • Berichterstattung gegenüber dem Gericht
§

Gesetzliche Grundlage

Die gesetzliche Grundlage für einen Berufsvormund bildet der §1793 BGB. Er wird durch das Familiengericht bestellt (§ 1789 BGB). Das Familiengericht wählt nach Anhörung des Jugendamtes eine Person, die zur Führung der Vormundschaft geeignet ist. Die Vormundschaft endet mit der Volljährigkeit oder Adoption des Mündels, wenn die Voraussetzungen für eine Vormundschaft wegfallen oder das Gericht sie aufhebt oder wenn die unverheiratete minderjährige Mutter des Mündels volljährig wird.